Am 6. und 7. Februar öffnete die Fakultät für Gestaltung der Hochschule Pforzheim ihre Türen zur Werkschau. Was mich besonders interessiert hat: Projekte, die Raum als Erlebnis denken – nicht als statische Kulisse, sondern als etwas, das reagiert, kommuniziert und Besucher einbindet.
Ein Highlight im A.K.T, dem Ausstellungsraum der Master-Studiengänge: eine Installation von Katharina Witteman und Felicitas Ferch, bei der Besucher:innen ihre Hand in eine Wasserschale legen. Die Berührung erzeugt Wellen, ein kapazitiver Sensor erfasst die Bewegung, und an der Wand erscheint in Echtzeit eine generative Visualisierung. Raum, der auf Anwesenheit reagiert – ein Prinzip, das sich auf Showrooms, Messeauftritte oder Empfangsbereiche übertragen lässt.
Daneben fiel die Bandbreite an Materialexperimenten auf: 3D-gedruckte Objekte aus klarem Filament, die fast kristallin wirken, Keramik aus dem Clay-Drucker mit sichtbarer Schichtstruktur oder Schmuck, bei dem Fossilien auf Metallguss treffen. Die Grenzen zwischen digitalem Entwurf und analogem Handwerk verschwimmen – und genau dort entstehen spannende Arbeiten.





Auch ich war vertreten: Zusammen mit Felicitas Haseidl habe ich „Drücken & Drucken“ präsentiert – einen handbetriebenen Clay-3D-Drucker, der analoge Prozesse und digitale Technologien verbindet. Ein Projekt, das zeigt, wie Gestaltung durch Ausprobieren und Neugier entsteht.
Die Werkschau ist jedes Semester eine lohnende Quelle für Inspiration – besonders für alle, die wissen wollen, wie sich Gestaltung entwickelt.

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